Christengemeinde Neuss - Slogan

Bibelvers des Monats 
Februar 2019



Denn ich bin überzeugt, dass dieser Zeit Leiden nicht ins Gewicht fallen gegenüber der Herrlichkeit, die an uns offenbart werden soll. 

Römer 8,18
 
„dieser Zeit Leiden…“, ja, wie viele haben wir davon im vergangenen Jahr gesehen, in unserem eigenen oder im Leben anderer,  in unserer Umgebung, unserem Land oder weltweit.
Da stirbt eine taffe, liebvolle Ehefrau und Mutter qualvoll an der schrecklichen Krankheit ALS...
Da verlässt ein Familienvater seine Frau und seine wunderbaren Kinder für eine andere…
Da missbraucht ein Vater über Jahre heimlich seine Tochter…
Da schlägt ein Mann hinter der verschlossenen Wohnungstür seine junge Ehefrau im Zorn…
Da verunglückt eine junge engagierte Frau und hinterlässt tieftraurige Eltern und Geschwister…
Da wird einem ängstlichen Flüchtling vor Gericht nicht geglaubt und er muss zurückkehren in das Land, wovor ihm so angst ist.
Die Aufzählung der Leiden ließe sich unendlich fortsetzen. 

In der Bibel lesen wir, dass Gott das Leiden seiner Menschen sehr ernst nimmt. Immer wieder sagt Er uns zu: „Fürchte dich nicht, ich bin mit Dir“. Er kennt unsere Not in dieser Welt. Als Jesus am Kreuz ausrief „ Es ist vollbracht“, da nahm er alle Schuld der Welt, alle Not und alles Leid mit in den Tod. Durch seine Auferstehung bewies er, dass er den Tod und alles Leid überwunden hat. Wer sich nun Jesus anvertraut, an ihn glaubt, der bekommt auch dieses neue Auferstehungsleben. Dem gläubigen Menschen steht durch Jesus eine herrliche Zukunft bevor. Die Leiden dieser Zeit sind nicht das Letzte und auch nicht das Mächtigste, das wir erleben sollen.
Gott hat für uns mehr geplant: eine Zukunft bei Ihm, in ewiger guter Gemeinschaft, in Frieden, im Genuss an allem Schönen der Schöpfung und noch vieles mehr. Das, was wir dann erleben, hat „mehr Gewicht“, ist mächtiger und „ewiger“ als alle Erfahrungen dieser Zeit.
So tröstet Gott diejenigen, die hier leiden (es lohnt sich einmal das ganze Kapitel Römer 8 dazu zu lesen).

Doch wir Christen lassen uns nicht „nur aufs Jenseits vertrösten“ wie uns manchmal vorgeworfen wird. Nein, Gott tröstet uns schon im Heute. Gott ist immer bei uns, wie er es uns versprochen hat und seine Liebe ist „in unsere Herzen ausgegossen“ (Römer Kapitel 5 Vers 5). So tröstet uns Gott quasi von innen.
Und durch diese Gottesliebe in uns sind wir tatsächlich in der Lage, die Leiden der Jetztzeit zu ertragen. Und nicht nur das: es ist sogar möglich, dass wir im Leiden gute Erfahrungen machen und gute Früchte ernten. Wir können Eigenschaften entwickeln, die uns und anderen zum Segen sind und unserem lieben Vater-Gott zur Ehre. Sind das nicht auch „Herrlichkeiten“?
In Römer Kapitel 5 Vers 3 sagt Paulus: „…durch Leiden lernen wir Geduld, durch Geduld kommt es zur Bewährung, durch Bewährung festigt sich die Hoffnung, und Hoffnung lässt nicht untergehen, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen“

Wie gut ist es doch, sich diesem Gott zu nahen in unserer Not. Er möchte uns im Heute helfen „Herrlichkeiten“ zu erleben, und er möchte im Jenseits seine Herrlichkeit an uns offenbaren.

Gott sei die Ehre durch unser Vertrauen!

Lesetipp:
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Irmgard Grunwald, Meine Seele hat Flügel
Die Autorin erlebte trotz ihrer langjährigen Erkrankung an ALS jeden Tag die Liebe und Fürsorge Gottes. So verzweifelte sie nicht, sondern blickte sogar mit Humor auf ihren Alltag, an dem sie den Leser in ihren mal amüsanten, mal nachdenklich stimmenden Kolumnen teilhaben lässt.
Gb., 176 S.
Christliche Verlagsgesellschaft mbH, Dillenburg
Best.-Nr. 271 533
ISBN 978-3-86353-533-9

                                                                                                                                          CD