Christengemeinde Neuss - Slogan

Bibelvers des Monats 
Oktober 2019



 

Ich weiß, dass mein Erlöser lebt und als der letzte wird er sich über den Staub erheben! 

Hiob 19,25

Das ist eine überzeugte Aussage! Ich glaube, mancher Sterbende wäre froh eine solche Aussage aus Überzeugung machen zu können.

Doch wer war dieser Mann? In welcher Situation rief er das aus?
Hiob lebte zur Zeit Abrahams. Die Bibel berichtet von ihm: „selbiger Mann war vollkommen und rechtschaffen und gottesfürchtig und das Böse meidend“(Hiob 1,1). Wenn seine 10 Kinder ein Fest feierten, dann betete er für sie (Hiob 1,5). Doch dann traf ihn bitteres Leid: Er verlor in kurzer Zeit seine Kinder, seinen Besitz und seine Gesundheit. Seine Ehefrau gab ihm den Rat „sage Gott ab und stirb“ (Hiob 2,9). Seine Freunde, die ihn besuchten, kamen einstimmig zu der Überzeugung, dass Hiob ein großer Sünder sein müsse. Leid träfe nur Menschen, die schwer gegen Gott sündigten. So wird Hiob in seinem Leid von Menschen isoliert. Er selbst ist völlig verzweifelt und versteht Gottes Führung und Handeln nicht mehr.

Wie kommt er dann zu so einer siegesgewissen Aussage? Wie können wir zu einer solchen Erkenntnis kommen?

Leid trifft bis heute alle Menschen gleich. Es ist das allgemeine Leid, das Gott seit dem Sündenfall auf dieser Welt zulässt, genauso wie das spezielle Leid, das Christen in der Nachfolge Jesu erfahren.
Der Umgang mit dem Leid fällt allerdings unterschiedlich aus. 
Hiob kannte Gott auf eine ganz persönliche Weise. Er nennt IHN „mein Erlöser“ und „mein Erlöser lebt“. Er weiß: Ich werde Gott schauen.
Er kennt IHN, er glaubt und vertraut IHM – dennoch. 
Das kann auch für jeden Menschen die Quelle des Trostes mitten im Nichtverstehen des Leides werden. Und der Erlöser, von dem Hiob redet, derjenige, der Hiob befähigte, diese Glaubensworte zu sprechen, ist der Herr Jesus Christus. Er ist der auferstandene, lebendige, wiederkommende Erlöser. Am Anfang und am Ende des Buches lässt Gott uns in die Hintergründe seines Handelns sehen: Hiob kommt zu einer noch innigeren, tieferen Beziehung zu Gott und wird wunderbar getröstet.

Das können auch wir erfahren – mitten im Leid. Gott wird uns trösten, wenn wir Ihm vertrauen. Dann können wir auch sagen:
„Ich weiß, dass mein Erlöser lebt!“
                                                                                                                 JS