Christengemeinde Neuss - Slogan

Bibelvers des Monats 
Mai 2020



Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.
 
1. Petrus 4,10
 
In dem Text geht der Apostel Petrus davon aus, dass alle Christen eine oder mehrere „Gaben“ empfangen haben.
 
Von diesen Gaben oder Fähigkeiten ist auch an anderen Stelle der Bibel ausführlich zu lesen, so zum Beispiel im Römer 12 oder in 1. Korinther 12.
In diesen Stellen werden verschiedene Gaben / Befähigungen genannt (beispielsweise praktische, organisatorische, diakonische, lehrmäßige, seelsorgerische ….Fähigkeiten), die jedes Gemeindeglied zum Nutzen der gesamten Gemeinde (die mit dem Bild eines Körpers mit den einzelnen Gemeindegliedern als notwendige Körperteile beschrieben wird) einsetzen soll.
 
Diese Gaben wurden „empfangen“, sind also durch Gottes Gnade verliehen worden. Damit wird ausgedrückt, dass Gott derjenige ist, der diese Gaben zur Verfügung stellt. Natürlich dürfen und sollen wir unsere Fähigkeiten durch Fleiß und Übung verbessern, aber auch die Randbeduingungen dafür sind durch Gottes Gnade geschenkt worden.
Dies bedeutet auch, dass wir keinen Grund haben, auf unsere Fähigkeiten stolz zu sein, es ist etwas, was uns letztlich gegeben wurde.
 
Wir haben diese Gaben nicht für uns „erworben“, damit sie uns zu unserem Vorteil dienen, sondern wir sind Haushalter oder Verwalter dieser Gaben, damit wir so damit arbeiten, damit sie zum Nutzen anderer dienen, und die Vielfalt dieser Gaben ist eine unverdiente Zuwendung Gottes, also Gnade.
Ein Verwalter arbeitet sollte normalerweise entsprechend dem Plan arbeiten, die der Inhaber der Dinge, die verwaltet werden, festgelegt hat.
 
Übertragen auf die Gaben und deren Einsatz in der Gemeinde bedeutet das, dass es nicht das Ziel ist, unsere Fähigkeiten eigenmächtig einzusetzen, sondern so, wie es Gottes offenbarten Willen entspricht, und zum Nutzen der Gemeinde.
 
Unser kurzer Bibelabschnitt beginnt in der Befehlsform: „Dient einander...“.
Das bedeutet, Petrus macht hier nicht einen unverbindlichen Vorschlag zur christlichen Lebensgestaltung, sondern er gibt den Befehl, einander zu dienen. Es ist Gottes Anspruch, dass wir in der Gesinnung, anderen dienen zu wollen, unser Leben in unserer Gemeinde gestalten (und unsere Gaben in dieser Weise einsetzen).
 
Das ist sicher ein sehr absoluter und hoher Anspruch, der an uns gestellt wird, aber wenn er so verwirklicht würde, dann wäre das ein wunderschönes, reiches Gemeindeleben.
Sollte und das nicht motivieren?

                                                                                                                                  MG