Christengemeinde Neuss - Slogan

Bibelvers des Monats 
Juli 2020





 Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach:
„Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir!“  

1.Kön. 19,7
 
Elia, ein Prophet Gottes, floh vor der Königin Isebel, eine Tochter des Königs der Sidonier (Feinde Israels) und Ehefrau von König Ahab, der von 874 -853 v. Chr. König in Israel war. Beide waren böse und gottlose Menschen, sie lebten in Zeiten des Götzendienstes, der Unmoral und Bosheiten jeglicher Art. Isebel wollte Elia umbringen lassen, zuvor hatte er und die Israeliten auf dem Berg Karmel durch sein tiefes Vertrauen in Gott erfahren, dass Gott der Einzige und Wahrhaftige Gott Israels und auch der Nationen ist und sein will.
Er lief viele Kilometer um sein Leben hinein in die Wüste, endlich ruhte er unter einem Ginsterstrauch , völlig mutlos, abgeschlagen und deprimiert. Er wollte nur noch sterben.  Die Kombination aus emotionaler und körperlicher Erschöpfung, Hunger und einem starken Gefühl des Versagens, hatten in Elia eine tiefe Depression ausgelöst. Wenn das Herz schwer und der Geist und Körper erschöpft sind, ist Schlaf zunächst die beste Medizin.
Während der Prophet schlief, schickte der HERR einen Engel, der sich um seine Bedürfnisse kümmerte. Er brachte ihm zu essen und erfrischendes Wasser. Elia nahm von beidem und schlief sofort wieder ein; dann weckte der Engel ihn zum zweiten Mal und wies ihn an, zu essen, und gab ihm dabei einen Auftrag, aufzustehen, denn er hatte einen anstrengenden Fußweg vor sich, 40 Tage und Nächte bis zum Ziel!
Geht es uns in unserer Zeit nicht auch manchmal so, dass wir völlig erschöpft und mutlos geworden sind? Wir haben eben noch einen erfolgreichen Tag erlebt, vielleicht einer Person in Not geholfen, wieder hoffnungsfroh in die Zukunft schauen zu können, oder einer anderen auf dem Sterbebett Trost und Zuversicht zugesprochen und diese dann im Frieden mit Gott heimgehen durfte? Vielleicht haben wir gerade eine sehr wichtige Prüfung bestanden und plötzlich haben wir Angst, etwas Neues zu beginnen? Wir haben Stress mit unserem Arbeitgeber, der immer mehr von uns fordert. Wir fallen vielleicht sogar in eine Depression und ziehen uns verlassen zurück. Es gäbe da noch viele Beispiele dieser Art.
Auch Kinder Gottes werden vor schwierigen Situationen nicht bewahrt, dann schickt der HERR uns vielleicht auch einen Engel in Form eines Menschen, der uns versteht und ermutigt, aber ganz sicher dürfen wir uns auf den treuen Gott verlassen, der uns in Jesus Christus, immer nahe ist, der uns nie verlässt, der uns stärkt durch Sein lebendiges Wort und uns dann heißt, aufzustehen und auch den Weg weist, den wir gehen können, und den ER auch mit uns geht. Die Mitte der Nacht ist der Anfang Seines Tages!
Und „wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind“. Röm. 8,28.
Wenn wir auf unser vergangenes Leben zurückblicken, so ergibt sich, dass wir mehr als für irgendetwas anderes für unsere Prüfungen dankbar sein können. Und aus den Ereignissen um Elia lernen wir – hoffentlich – nicht auf die eigenen Umstände zu schauen, sondern auf den HERRN Jesus Christus, unser guter Hirte, der weiß, was wir benötigen und uns den Tisch deckt auch im Angesicht unserer Feinde! Vertrauen wir auf IHN in allen Lebenslagen – ER ist unsere Zuversicht und Stärke! In IHM allein haben wir Frieden und neues Leben!          SK