Christengemeinde Neuss - Slogan

Bibelvers des Monats 
November 2019



Suche Frieden und jage ihm nach!

Psalm 34,15



Ein Zitat, 3000 Jahre alt, von König David in einer verzwickten Lage, in der Hand des Erzfeindes.

"Frieden" hört sich gut an und viele Menschen würden bejahen, dass Frieden für sie wichtig ist. Ja, wir wünschen Frieden. Den Frieden für die Welt, dass Waffen zu Pflugscharen geschmiedet werden. Den Frieden, der den Hass zwischen den Religionen löscht, den Frieden im familiären Umfeld. Waffenstillstand und Friedensabkommen. Vergebung und Versöhnung. Und daraus eine Freundschaft für immer.

Aber Frieden suchen und ihn gleichzeitig jagen? Sammler und Jäger werden? Jagen heißt auch „hinter dem Feind her“. Das klingt eher anstrengend, nicht friedvoll. Oder ein Tier verfolgen, fangen und dann genüsslich verzehren. Ja, das könnte besser passen: Alles einzusetzen um den Frieden "einzufangen" und ihn sich "einzuverleiben". Und immer auf der Suche, wo Frieden anzustiften ist.

Dem Zitat vom Krieger David ist noch etwas vorgestellt: "Lass ab vom Bösen und tu Gutes". Wer kann das? David hat auch schreckliche Dinge getan. Umso mehr wünscht er sich und Anderen den Frieden. Wie geht das?

Seien wir ehrlich: Immer wieder werden wir feststellen, dass durch uns Konflikte entstehen. Dass wir auf der Parkplatzsuche Streit riskieren, dass wir negativ über Andere denken und sogar reden, uns zu wenig für eine gute Sache eingesetzt haben. Schlechte Basis für Frieden!

Aber Gott wünscht Frieden auf Erden bei den Menschen. 
Er kommt zu uns als Friede-Fürst und gibt uns seinen Frieden. Der Prophet Jesaja sagt voraus: "Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt". 
Der Gottessohn übernimmt die Folge unseres Unfriedens und macht alles gut, damit wir in Frieden mit Gott sind.

Das ist ein Frieden, höher als alle Vernunft, mehr als der, wenn die Waffen schweigen und mehr als die Stille über dem Grab.
Oder wie in einem alten Lied heißt: "Wenn Friede mit Gott meine Seele durchdringt, ob Stürme auch drohen von fern, mein Herze im Glauben doch allezeit singt: Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn" (Theodor Kübler 1880).
Oder noch einmal David: "Ich liege und schlafe ganz in Frieden, denn allein Du, Herr, bist bei mir". (Ps. 4,9)

Die Konsequenz: "Der Friede Gottes will mit mir beginnen, was Gott in mich hineinlegt, bleibt nicht innen. Es ist ein Frieden, der nach außen wächst" (frei nach M. Siebald).
Dann ist das Suchen und Jagen mehr als ein Appell, es wird eine Haltung: leidenschaftlich, nachhaltig, ausdauernd, mit hohem Engagement. 

Wir werden Gottes-Friedens-Verschenker!


                                                                                                                              G.D.